ETFs und aktive Fonds – Das müsst ihr wissen

Handelkurs Börse

In den Geldanlagen ETFs und aktive Fonds investieren

Viele von euch wollen selbstverständlich ihre Finanzen besser selber gestalten und zu diesem Zweck überlegt ihr, wie ihr erfolgreich investieren könnt. Dabei gibt es zahlreiche Geldanlagen mit den unterschiedlichen Zielen. Wollt ihr beispielsweise euch ein Vermögen langsam aber sicher ansparen, eignet sich die Anlage in Gold hervorragend hierfür. In diesem Ratgeber gehen wir die Frage auf den Grund, ob sich die Investition in Gold lohnt. Desweiteren gibt es Bitcoins und die Kryptowährung im allgemeinen. Diese Art der Investition sind sehr spekulativ in Gegensatz zu Gold aber versprechen euch bei richtiger Angehensweise eine gute Investition. Dann gibt es Anlagen, die auf nachhaltigen Motiven beruhen. In diesem Ratgeber wollen wir uns vorerst auf ETFs und aktive Fonds als Geldanlage konzentrieren.

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Die Börse ist ohne jeden Zweifel ein spekulativer Ort für jeden Anleger. Dennoch könnt ihr auch ohne besonderen Know-How mit der richtigen Methodik Rendite erschlagen. Das Stichwort hierbei lautet: Diversifikation.

In diesem Beitrag geht es um die grundlegenden Unterschiede zwischen ETFs und aktiven Fonds als Geldanlage. Dabei sollen im ersten Schritt beide Produkte näher beleuchtet und die Vor- und Nachteile herausgearbeitet werden. Im zweiten Schritt stellen wir Möglichkeiten auf, wie beide Produkte Inhalte eurer Finanzen werden können und worauf dabei zu achten ist. In einem letzten Schritt wollen wir näher auf Marktentwicklungen eingehen. In diesem Fall nehmen wir die Corona-Krise als Beispiel.

ETFs – Exchange Traded Funds

Exchange Traded Funds sind übersetzt Aktienlisten, die bestimmte Indizes wie den DAX, Dow Jones oder den MSCI World an der Börse abbilden. Der DAX, der deutsche Aktienindex, ist beispielhaft der Aktienindex, der die 30 größten deutschen Unternehmen abbildet. Dazu zählen Unternehmen wie Adidas, SAP, Bayer, BASF und viele mehr. Ein ETF, welcher den DAX abbildet, enthält dementsprechend Aktienanteile der 30 größten deutschen Unternehmen. Auf die Marktentwicklung übertragen, bedeutet das, dass sich der ETF genauso wie der DAX entwickelt. Hierdurch erzielt ihr bereits eine größere Diversifikation, als beim Kauf von Einzelaktien. Besitzt ihr einen ETF auf den Index MSCI World, verfügt ihr über mehr als 1600 Aktien aus 23 Industrieländern. Eine breitere Streuung ist mit Einzelaktien nahezu unmöglich. Erwähnenswert sind hierbei die sehr geringen Kosten. Kein Service der Welt ist kostenlos und demnach kostet euch auch der Kauf und Service von ETFs einen gewissen Betrag. Diese Kosten sind bei ETFs allerdings sehr gering und betragen zwischen 0,05% und 0,8% des ETF-Wertes im Jahr. Zusätzlich kommen wie bei jedem Wertpapierhandel je nach Anbieter Anschaffungskosten dazu. Dies betrifft allerdings alle Produkte. Einzelaktien dagegen kosten euch lediglich die Anschaffungsgebühren durch eure Bank.

Aktive Fonds

Ein Aktiver Fonds ist, wie der Begriff schon besagt, eine Geldanlage in Form eines Aktientopfes, der aktiv ausgewählte Aktien beinhaltet. Plakativ dargestellt bedeutet das, dass hinter jedem aktiven Fonds die Fondsmanager stehe, und je nach Marktlage entscheiden, welche Aktien im Fonds enthalten sein sollen. Hierbei existieren wie bei den ETFs eine enorme Auswahl an Fonds und Anbieter. Als Beispiel für einen aktiven Fonds stellen wir euch den DEKA Industries 4.0 vor. Diese aktiv gemanagte Fonds verfolgt die Idee, den Schwerpunkt der Aktien auf eine moderne Industrie mit viel Digitalisierung, Robotik und Vernetzung zu legen. Dementsprechend zählen Firmen wie Amazon zu den wesentlichen Bestandteilen des Fonds. Stellen die Fondsmanager fest, dass gewisse Unternehmen vermutlich keine positive Entwicklung verbuchen, streichen sie diese Unternehmen aus dem Fonds. Dies bedarf viel Expertise und Kenntnisse über den weltweiten Finanz- und Aktienmarkt und ist für euch mit höheren Kosten verbunden. Denn wie gesagt, kein Service der Welt ist kostenlos. Die laufenden Kosten bei dem DEKA Industries 4.0 betragen 1,51% des eigenen Fondsvolumens.

Beide Geldanlagen in der Analyse

In diesem Abschnitt stelle ich euch für beide Produkte jeweils zwei wesentliche Vor- und Nachteile vor. Die Gewichtung der Vor- und Nachteile müsst ihr schlussendlich selbst vornehmen, da diese von eurer Finanzplanung abhängt. In der Zusammenfassung werden wir euch usnere Priorisierung an der Börse kurz darstellen.

Geldkoffer
Mit der richtigen Investition winken euch hohe Geldeingäge und ein leicht verdientes Reichtum. Jedoch kann das auch in die falsche Richtung gehen und ihr verliert genau so schnell wieder Geld. Daher solltet ihr euch die Anlage im Vorfeld gut überlegen und auch die Risiken dabei abwägen.

Vorteile ETFs:

  • Geringe laufende Kosten von 0,05% – 0,8% des Depotwertes. Die Kosten variieren je nach Anbieter und je nach ETF.
  • Automatisch breite Streuung (Diversifikation) je nach Index. Bei ETF auf MSCI World automatisch mehr als 1600 Unternehmen.

Vorteile aktive Fonds:

  • Unter Umständen erzielen Fondsmanager durch ihr Fachwissen eine höhere Rendite durch gezielte Eingriffe in die Fondsbestandteile.
  • Negative Kursverläufe können unter Umständen durch schnelles Handeln (Verkauf und Kauf) der Fondsmanager abgemildert werden.
    Nachteile ETFs:
  • ETFs werden nicht aktiv gemanagt und bilden lediglich Indizes ab. Es stecken keine Profis wie Fondsmanager hinter den ETFs.
  • Die Bestandteile sind fixiert und werden nicht, je nach Marktlage, verkauft oder zugekauft
    Nachteile aktive Fonds:
  • Hohe laufende Kosten je nach Anbieter und Fonds (DEKA Industries 4.0 1,51%)
  • Du hast keinen Einfluss auf das Handeln der Fondsmanager

Worauf müsst ihr bei ETFs und aktiven Fonds im eigenen Portfolio beachten

Generell wird euch jeder Anlageberater sagen, dass ihr nicht auf ein Pferd setzen solltet. Das Phänomen der Diversifikation ist auch nachweislich richtig. Egal ob bei ETFs oder bei aktiven Fonds müsst ihr auf eine breite Streuung eurer Anlage achten. Die Diversifikation schützt euch vor hohen Verlusten, falls eines der Unternehmen Kurseinbrüche erleidet.

Wir legen selber seit einem gewissen Zeitraum in aktiven Fonds und ETFs an. Unsere Erfahrung, die sich durch Experten und Statistiken belegen, zeigen, dass die Erträge nach Abzug der Kosten bei ETFs höher ausfallen, als bei den aktiven Fonds. Aus diesem Grund rate ich euch in erster Linie, die Kosten eurer Investments nicht zu vernachlässigen. Es ist schön, wenn ein aktiver Fonds 5% Wertzuwachs in einem Jahr erwirtschaftet, aber ärgerlich, wenn am Ende nur 2,5% Rendite aufgrund der hohen Kosten der Bank übrig bleiben.

Wir empfehlen dem Wertpapierlaien auf breit gestreute Indizes wie den MSCI World zu setzen und dabei die Kosten der einzelnen Anbieter und ETFs zu vergleichen. Ein Kostenvergleich bietet sich immer an. So lassen sich bei Handyverträgen, Stromverträgen, Versicherungen und vielen mehr enorme Kosten einsparen und so verhält es sich auch bei Investmentprodukten.

Marktentwicklungen – Corona-Krise

Di Wirtschaftskrise durch Corona hat für eine Korrektur am weltweiten Aktienmarkt gesorgt. Die endgültigen Ausmaße dieser Krise sind derzeit noch nicht abzusehen. Die Corona-Krise stellt seit der Finanzkrise 2009 erstmals eine deutliche Delle im weltweiten Aktienmarkt dar. Diese Krise nutzen wir, um euch die Marktentwicklungen unserer aktiven Fonds und ETFs darzustellen. Kurz um: Derzeit ist zu folgern, dass die aktiven Fonds die Krise minimal besser überstanden haben. Dieser positive Aspekt wird allerdings durch die höheren Kosten mehr als relativiert, sodass unter dem Strich die ETFs auch in Zeiten von Corona besser abschneiden.

Corona Dollar
Corona hat sicherlich Einfluss auf euer Geld genommen und euer finanzielle Tragfähigkeit in diesem Sinne negativ beeinflusst. Dennoch ergeben sich trotz solcher Krisenzeiten mit der richtigen Umsetzung die Möglichkeit, das Meiste aus eurem Geld zu holen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die schlussendliche Entscheidung zwischen aktiven Fonds und ETFs bei euch liegt. Dass ihr grundlegend am Aktienmarkt teilhaben solltet, ist aufgrund der aktuellen niedrigen Zinspolitik alternativlos. Aktien sollten folglich Bestandteil eurer Finanzen sein.

In diesem Artikel habe ich euch die Vor- und Nachteile von aktiven Fonds und ETFs dargelegt. Am Günstigsten ist weiterhin der direkte Handel von einzelnen Unternehmensanteilen. Dies birgt jedoch die Gefahr des Klumpenrisikos und erfordert Marktexpertise.

Für den Aktienlaien empfehle ich persönlich kostengünstige ETFs, um die Rendite nicht unnötigerweise zu schmälern

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