Tipps und Tricks für euer Haushaltsbuch

Eure Finanzen besser kontrollieren

Vielleicht kennt ihr das Haushaltsbuch aus Erzählungen eurer Großmütter oder Urgroßmütter. Sie führten das gute alte Hauhaltsbuch, um die monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren. Damals waren die Ehemänner und Familienväter oft Alleinverdiener. Von deren Gehalt musste sämtliche Lebenshaltungskosten wie Miete, Energiekosten, Kleidung und Essen finanziert werden. Auch heute raten Finanzexperten und Schuldnerberater dazu, ein Haushaltsbuch zu führen, denn durch das bargeldlose Bezahlen im Supermarkt oder Onlineshop könnt ihr schnell die Übersicht über eure Ausgaben verlieren. Die Folgen können fatal sein. Bis zum 01. Oktober 2019 waren 6,92 Millionen Privatpersonen überschuldet. Oft dauert es Jahre, bis ein Schuldner aus der Schuldenfalle raus ist. Damit es nicht erst soweit kommt, solltet ihr euch die Zeit nehmen, eure Ausgaben zu notieren. Hier sind ein paar Tipps, wie ihr ein Hauhsaltsbuch richtig führt.

Vorteile des Haushaltsbuchs

Das Führen eines Haushaltsbuches macht zwar Arbeit, hat aber folgende Vorteile:

  • Ihr habt Kontrolle über eure Finanzen und verringert so die Gefahr, in die Schuldenfalle zu tappen.
  • Ihr könnt finanzielle Engpässe schneller erkennen und euer Konsumverhalten dementsprechend anpassen.
  • Ihr habt mehr finanzielle Planungssicherheit.
  • Bei einer Haushaltsbuchführung über einen längeren Zeitraum habt ihr die Möglichkeit, eine Jahresbilanz zu erstellen.

Arten der Haushaltsbuchführung

Natürlich könnt ihr noch die klassische Papierform wählen und eure Einnahmen und Ausgaben handschriftlich notieren und gegenrechnen. Weitere Möglichkeiten sind eine Excel-Tabelle oder eine Haushaltsbuch-App für das Smartphone.

Das gehört in das Haushaltsbuch

In Desktop-Anwendungen oder Apps gibt es vorgefertigte Kategorien. Diese könnt ihr oft erweitern oder ändern. Führt ihr euer Haushaltsbuch handschriftlich oder per Excel-Tabelle, müsst ihr diese zunächst in die 12 Kalendermonate einteilen. Dann tragt ihr alle Einnahmen und Ausgaben in die entsprechenden Kategorien ein. Bereits nach einem Monat könnt ihr die erste Bilanz ziehen und sofort sehen, wo euer ganzes Geld hin ist. Zudem könnt ihr überlegen, wo ihr noch Geld einsparen könnt.

Das Konsumverhalten überdenken

Euer Haushaltsbuch sagt am Ende des Monats, dass ihr zuviel Geld für unnötige Dinge ausgegeben habt und ihr Gefahr lauft, beim nächsten Einkauf das Konto zu überziehen? Dann ist es Zeit, über euer Konsumverhalten nachzudenken. Bevor ihr etwas kauft, überlegt euch, ob ihr das wirklich braucht oder ob es günstigere Alternativen gibt. Übertriebenes Konsumverhalten führt in vielen Fällen dazu, dass Menschen in die Schuldenfalle geraten und dort oft ohne die Hilfe von Schuldnerberatern nicht mehr raus kommen. Nur, wenn ihr falsches Konsumverhalten erkennt und gewillt seid, dieses zu ändern, macht ein Haushaltsbuch wirklich Sinn.

Langfristige Finanzplanung mithilfe des Haushaltsbuchs

Wenn ihr einen Monat lang euer Haushaltsbuch geführt habt, bekommt ihr schon einen besseren Überblick über eure finanzielle Situation. Doch das reicht noch nicht. Jetzt solltet ihr euch an die Finanzplanung für ein ganzes Jahr machen. Ihr tragt dafür eure voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben für ein ganzes Jahr in die entsprechenden Kategorien ein. Wenn beispielsweise im Januar eure Autoversicherung fällig wird, schreibt ihr diesen Posten in die Kategorie „Januar“ und berücksichtigt dies bei der Berechnung eures Budgets für den Januar.

Steigert eure Einnahmen

Das Haushaltsbuch gibt auch Aufschluss darüber, ob euer Gehalt ausreicht um damit eure Lebenshaltungskosten zu bezahlen und dennoch am Monatsende noch Geld übrig zu haben. Ist dies nicht der Fall liegt es in vielen Fällen daran, dass ihr über eure finanziellen Verhältnisse lebt oder aber dass euer Verdienst zu niedrig ist. Dann solltet ihr darüber nachdenken, ob ihr etwas hinzu verdienen könnt. Neben den klassischen Nebenjobs wie Zeitungen austragen bietet dar Internet zahlreiche Möglichkeiten, die Haushaltskasse aufzubessern. Vielleicht habt ihr im Keller oder auf dem Dachboden noch ein paar alte aber noch gut erhaltene Dinge herum liegen, die ihr nicht mehr benötigt. Diese könnt ihr auf Flohmärkten oder Online-Auktionen verkaufen. Auch das bringt noch etwas Geld beispielsweise für notwendige Anschaffungen.

Fazit

Das Haushaltsbuch ist mit dem Vorurteil behaftet, ein Relikt aus Urgroßmutters Zeiten und deshalb nicht mehr zeitgemäß zu sein. Zudem herrscht der Irrglaube, es sei nur etwas für Menschen, die nicht mit Geld umgehen können. Beides ist nicht ganz richtig. Gerade in Zeiten des bargeldlosen Bezahlens bekommt ihr durch die Haushaltsbuchführung einen besseren Überblick über eure Finanzen und könnt einer Überschuldung vorbeugen. Das gilt vor allem für Zeitgenossen, die zu leichtfertig ihr Geld ausgeben. Das Haushaltsbuch ist eine optimale Hilfe beim gesunden Umgang mit euren Finanzen.

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