Wenn Ihr schnell und einfach ein Konto eröffnen wollt, kommt ihr um die Videolegitimation nicht herum. Denn mittlerweile ist dieser Vorgang nicht nur bei Direktbanken, sondern auch bei großen Finanzhäusern Alltag. 

Was ist die Video-Legitimation? 

Bei der Videolegitimation werden Bankkunden identifiziert, um Bankbetrug vorzubeugen. Dafür reicht lediglich ein Handy und wenige Minuten Zeit. Durch, meist eigene Bank-Apps, könnt Ihr also beweisen, dass Ihr seid das Konto eröffnen wollt, ohne dafür zur Bank gehen zu müssen. Der Vorgang dauert zwischen 5 und 8 Minuten und das Konto wird zudem innerhalb von wenigen Minuten frei geschaltet. 
Die Videolegitimation hatte in den letzten Jahren einen hohen Aufschwung: Nicht nur aufgrund von Kontaktbeschränkungen, sondern auch, weil Direktbanken eine sichere Lösung für die Eröffnung eines Girokontos gefunden haben. Für die Legitimation für das Konto wird eine Kamera und ein Mikrofon benötigt. Zusätzlich benötigt Ihr den Personalausweis oder ein anderes amtliches Dokument. 

Wie funktioniert die Legitimation?

Wollt Ihr ein Girokonto online eröffnen, müssen Banken bestätigen können, dass auch wirklich Ihr es seid, die das Konto eröffnen. Zur Konto-Eröffnung werden Name, Wohnort und eine aktuelle E-Mail-Adresse benötigt. Anschließend geht es in Legitimation für das Girokonto:

Zuerst füllt Ihr das Online-Formular aus und werdet weitergeleitet. Hier könnt Ihr, oft, die Art der Legitimation auswählen.
In einem Live-Gespräch mit Kamera werdet Ihr nach eurem Namen und eurer Anschrift gefragt. Damit das Institut alle wichtigen Informationen benötigt, werden Daten des Personalausweises abgefragt. Auch der Ausweis muss gut erkennbar sein. Für die Legitimation könnt Ihr das Handy, Tablet, ein Notebook oder den klassischen Computer mit Webcam nutzen.
Sowohl von euch als auch vom Ausweis werden Fotos gemacht. Der Ausweis wird von der Vor- und Rückseite fotografiert. Zusätzlich wird das Hologramm auf dem Ausweis, durch Kippen und Bewegen, kontrolliert. Als Nächstes werden die Daten, die Ihr im Formular angegeben habt, mit dem Ausweis abgeglichen.
Alle Daten, die für die Eröffnung des Girokontos wichtig sind, müssen zudem abgespeichert werden, wofür Ihr Eure Erlaubnis geben müsst. Ihr erhaltet nach dem Gespräch via E-Mail alle Unterlagen und die Bestätigung der Konto eröffnet. Wenn Ihr es wollt, werden euch die Unterlagen auch nach Hause geschickt. 

Welche Vor- und Nachteile gibt es? 

Der Vorteil der Video-Legitimation: Es geht schnell und Ihr könnt sowohl von zu Hause als auch unterwegs schnell und einfach ein Girokonto eröffnen. Dazu sind die Video-Legitimationen sicher, SSL-verschlüsselt und Ihr mit einem Mitarbeiter direkt sprechen könnt. 
Sobald die Mitarbeitenden euch verifiziert haben, könnt Ihr das Konto auch sofort nutzen und alle nötigen Daten online nachtragen. 

Der Nachteil: Ihr benötigt eine stabile Internetleitung und ausreichend Licht. Sollte das Licht nicht ausreichend sein, dauert der Prozess länger. Einige Institute besitzen zudem einen Dritt-Anbieter, wofür Ihr einen zusätzlichen Account anlegen müsst. 
Damit Ihr das Konto eröffnen könnt, braucht es eine Menge Zustimmungen. Sowohl die Video-Aufzeichnung, die Screenshots und Tonaufzeichnung müssen unabhängig voneinander von euch erlaubt werden. Sollte eine Erlaubnis fehlen, kann das Konto nicht eröffnet werden. 
Sind sich die Mitarbeitenden nicht sicher, kann es auch passieren, dass das Konto nicht eröffnet werden kann. 

Für wen lohnt sich die Video-Legitimation? 

Die Video-Legitimation für das Girokonto ist für jede Person geeignet, die es möchte. Da fast alle Banken Online-Banking anbieten, wird die Legitimation auch zeitlich angeboten. Grundvoraussetzung ist hier die Volljährigkeit. Seid Ihr unter 16 Jahre, muss das Konto zusammen mit den Eltern eröffnet werden. Diese müssen zusätzlich in dem Video-Gespräch dabei sein.